Die Perlen der Seidenstrasse

Nach ein paar wunderbaren Tagen in Xiva musste ich nun Abschied nehmen und endlich mal ein bisschen weiter kommen.

 

 

 

Das Ziel waren die 2 Städte Buxoro (sprich: Buchara) und Samarkand. Aber um dort hin zu kommen geht es wieder gefühlt ewig durch nix als Einöde. Man kann sicher Details und Schönheit in dieser Gegend entdecken. Wenn man sich bei gut 35°C in Motorradklamotten die Zeit nehmen will. Ich nicht!

 

Für mich geht es nach Buxoro unzwar so schnell wie möglich. Zu meiner Überraschung entdecke ich die Acadiane von Anel aus Xiva. Wie gesagt, die Hostels sind unter den Reisenden recht bekannt. Und wir sind mit einer kleinen Gruppe gleich gut Essen gegangen.

 

Leider habe ich es hier mit dem Hostel nicht besonders erwischt. Kein Zimmer mit Klimaanlage und die Temperaturen gehen hoch. Noch dazu sind die Gastgeber sehr arg hinterher Geld zu bekommen, beim herausgeben von Wechselgeld muss man nachhaken, Schade!

 

 

Die Stadt Buxoro hatte ihre Blüte auch im Mittelalter und zeichnet sich vor allem durch die hohe Anzahl von Madrassen aus. Diese Schulen waren die Zentren der Gelehrsamkeit.

 

Ich hoffe der eine oder andere von euch erinnert sich an das Buch "Der Medicus" von Noah Gordon. Hier zieht der Junge Bader nach Isfahan (Persien) im bei Ibn Sina, genannt Avicienna, die Kunst der Medizin zu studieren. 

Dieser Universalgelehrte seiner Zeit wuchs in Buxoro auf und gilt als einer der bedeutendsten Söhne der Stadt.

 

Die Stadt muss man sich am besten in den Morgenstunden anschauen. Da ist nix los, es ist kühl und die Stadt gehört einem allein... 

Eine andere Alternative ist der Abend, gut essen gehen, viel Atmosphäre, angenehm.

 

Marie-Helene und Jo schlossen einen Tag später auf und wir hatten eine tolle Zeit und ab da stand fest, dass wir den Pamir zusammen fahren würden. Eigentlich sind wir alle Einzelfahrer aber es ist sicher nicht verkehrt gegenseitig ein Backup zu sein auf einer Strecke, die laut Internet als gefährlich gilt. Aber dazu ein anderes mal.

 

 

Die nächste Station auf der gemeinsamen Reise war Samarkand, die alte Hauptstadt der Region und Regierungssitz von Amir Temur, dem Herrscher über Zentralasien im Mittelalter. 

 

Samarkand ist eine viel modernere Stadt und hat eigentlich nur 2  wirkliche Highlights, aber die sind einmalig.

 

Der Registan, der Sandplatz, ist ein zentraler Platz in Samarkand mit gleich 3 Madrassen, die sich gegenüberstehen und ein einzigartiges Bild ergeben. Sehr zu empfehlen für Fotos wenn es nachts beleuchtet ist.

 

Ich habe ja schon mal den Trichter erwähnt, in dem alle Reisenden hier zusammenlaufen. Er füllte sich immer mehr und es kamen im Hostel 4 weitere Fahrer aus mehreren Ländern dazu.

Gleiches Ziel, gleiche Route,...

Kennengelernt haben wir uns in einem Hostel, dass uns wiederum empfohlen wurde. Mit einer herrlichen Dachterasse und einem Platz für die Streitrösser im Innenhof unter einem schattigen Blätterdach.

 

Hier haben wir auch wieder ein paar Tage Rast gemacht und uns für den Grenzübergang vorbereitet. Nein, nicht die Einreise nach Tajikistan sollte einem Sorgen machen. Eher die Ausreise aus Usbekistan.

 

Der direkte Grenzübergang ist geschlossen also sind wir einen kleinen Abstecher nach Süden gefahren an einem der heissesten Tage der Tour. Die Thermometer an den BMW zeigten über 40°C...

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Birgit und Ignatz (Montag, 24 Juli 2017 20:14)

    Hey Rosto
    Das sind ja wieder mal phänomenale Bilder von deinem Abenteuer. Aber auch deine Texte sind wieder total locker und dennoch informativ geschrieben. Genau die richtige Mischung. Wir freuen uns schon aufs nächste Weiterhin gute Fahrt und nette Gesellschaft wünschen
    Ignatz und Birgit aus Österreich